unsere Chronik

1913

  • In diesem Jahr wurde unser jetziges Schulgebäude erreichtet. Bis dahin gab es sowohl in Särchen (dem ursprünglichen Ortskern) und in der neu entstandenen Glaswerkssiedlung Annahütte zwei Schulen. 11 Klassen zogen in die neue Schule, die in 7 für evangelische und 4 für katholische Kinder unterteilt waren. Es gab ein Lehrerzimmer, eine Aula, einen Zeichensaal und eine praktisch eingerichtete Schulküche. Das Gebäude wurde über eine in den Kellerräumen befindliche Dampfheizung beheizt. Die erforderlichen Kosten für den Neubau wurden zum großen Teil von der Firma Heye, der seinerzeit eine Vielzahl von Kohlenwerken, Glashütten und Ziegeleien gehörte, getragen. Kommerzienrat Heye erklärte sich bereit im folgenden Jahr eine Turnhalle aus eigenen Mitteln zu erbauen.
  • Eine Zeitung schrieb am 31. März 1913 folgendes: Zu einer würdigen Feier gestaltete sich hier die Einweihung der neuen Schule. Am Morgen fanden Abschiedsfeiern in den Schulen zu Särchen und Annahütte statt. Die Schulkinder wurden unter Glockengeläut von ihren Lehrerinnen und Lehrern zur neuen Schule geleitet. Über 600 Kinder in Festtagsgewändern passierten die mit Ehrenpfosten geschmückten Eingänge, um sich auf dem Schulhof zu gruppieren. Eingeweiht wurde die Schule von Herrn Pfarrer Schmidt aus Klettwitz. Er weihte die neue Schule als eine Pflege- und Pflanzstätte geistiger Kultur, eine Bildungsstätte für Herz und Gemüt ein. Nach verschiedenen Gesängen wurde der Schlüssel zur Öffnung der Schule übergeben. Eine würdige Rede hielt Herr Kreisschulinspektor Schönfeld aus Senftenberg. Es erfolgte dann die Besichtigung der Schulräume.

 1945

  • Die Schule wurde als Zentralschule Annahütte wiedereröffnet.
  • Während des ersten Weltkrieges fanden auch die Drochower Schulkinder in Annahütte Aufnahme.
  • Aus den beiden ehemaligen Schulgebäuden in Särchen und Annahütte entstanden Wohnhäuser.
  • Ende Januar 1945 wurde in unserer Schule ein Feldlazarett eingerichtet.
  • Am 1. Oktober 1945 wurde der Schulbetrieb wieder aufgenommen. Die Schule zähle zu dieser Zeit 424 Kinder.
  • Die damalige Überprüfung hatte ergeben, dass in der Schule alles vorhanden war, was für eine Zentralschule erforderlich sei. Die Schule nahm auch Kinder aus Nachbarorten auf. Sie besaß nun 13 Klassen, die allerdings so stark belegt waren, dass bis zu 50 Kinder pro Klasse von 13 Lehrkräften beschult wurden. Sehr vieles musste gekürzt werden, da die Anzahl der Lehrkräfte nicht ausreichte.

 1957

  • Die Annahütter Schule wurde zur Mittelschule. 27 Kinder aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten besuchten erstmals die 9. Klasse.

1959

  • Die Schule wurde zur Polytechnischen Oberschule. Die polytechnische Oberschule (POS) war die allgemeine Schulform im Schulsystem der DDR und umfasste zehn Klassen. Sie entstand 1959 aus einer Reform der achtjährigen Grundschulen bzw. zehnjährigen Mittelschulen. (Quelle: Wikipedia)

 1972

  • Zu Beginn des Schuljahres 1972/73 war die Bildung des Schulkombinates Annahütte vollzogen. Nun wurden die Kinder Klettwitz, Annahütte, Meuro und Drochow gemeinsam unterrichtet - die Klassen 1 - 4 in Klettwitz, die Klassen 5 - 10 in Annahütte. Insgesamt 31 Lehrer und 5 Erzieher bildeten das damalige Lehrerkollektiv.

1979

  • Das Schulkombinat Annahütte erhielt am 3. Oktober 1979 den Namen "Etkar-Andre-Oberschule". Diese damalige Auszeichnung stand ganz im Zeichen des 30. Jahrestagen der DDR. 

 1991

  • Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurde 1991 aus der Etkar-Andre-Oberschule die Gesamtschule Annahütte. 

1994

  • Am 6. Juli 1994 läutete die Schulglocke in Annahütte für die Schüler der Klassenstufen 8 bis 10 ein letztes Mal. Sie zogen zu Beginn des neuen Schuljahres in die Gesamtschule Schipkau um. Von nun an wurden in der jetzigen Grundschule Annahütte die Klassen 1 bis 6 aus den umliegenden Gemeinden unterrichtet.

2005

  • In den frühen Morgenstunden des 24. April 2005 brannte das Nebengebäude der Schule, das neben einem Jugendclub vor allem den Speiseraum beherbergte, bis auf die Grundmauern nieder. Das gemeinsame Mittagessen musste eine Zeit lang in den Räumen der Feuerwehr eingenommen werden, bis eine provisorische Lösung in einem Klassenraum geschaffen wurde.

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2009

  • Nach den Beschlüssen zur Umsetzung des Konjunkturprogrammes II der Bundesregierung gelang es der Gemeinde Schipkau und insbesondere dem damaligen Bürgermeister Herrn Heinze Mittel zur vollständigen Sanierung der Grundschule Annahütte bereitzustellen. Eine lange, mit zahlreichen Schwierigkeiten behaftete Zeit des Umbaus und der Neugestaltung des Schulhofes begann. Das Ergebnis machte alle Beteiligten stolz.

2015

  • Grundschule „Blauer Planet“ – unser Namensvorschlag wurde anfangs belächelt und einige Verantwortliche unterstellten uns gar, überhaupt nicht zu wissen, was „Blauer Planet“ bedeutet.

    Lange Zeit kämpften wir für die Akzeptanz des Namens. Schülerinnen und Schüler nahmen regelmäßig an den Sitzungen der Gemeindevertreter teil und brachten immer wieder Argumente vor, die für diesen Namen sprachen. Entgegen aller Widerstände kam dann die bejahende Entscheidung. Am 16. Juli 2015 sollte es soweit sein. Um den erwarteten Gästen zu beweisen, dass wir definitiv wissen, was „Blauer Planet“ bedeutet, führten wir eigens eine Projektwoche durch. Dessen Ergebnisse bildeten eine Ausstellung zum Tag der Namensverleihung. Alle Klassen arbeiteten intensiv und so kam es dazu, dass die zahlreichen Gäste aus dem Staunen nicht herauskamen. Aus allen Räumen waren anerkennende Statements zu vernehmen. Noch heute sprechen viele der Kinder, die es miterlebten, begeistert darüber und auch die anfänglichen Skeptiker aus den Reihen der Gemeindevertreter sind stolz auf uns.

So erreichen Sie uns

Grundschule "Blauer Planet" Annahütte
Bahnhofstraße 2
01994 Schipkau / Ortsteil Annahütte
 
Schulleiterin Frau Piesk
 
Telefon  (035754) 1202
Telefax  (035754) 64591
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